LF oder UHF: Welcher feste RFID-Reader passt zu Ihrem System?
Der richtige feste RFID-Reader hängt zuerst von den bereits im Identifikationssystem verwendeten RFID-Tags ab.
LF- und UHF-Reader funktionieren unterschiedlich und sollten nicht nur nach Leseabstand ausgewählt werden.
| LF fester RFID-Reader | Festes UHF-RFID-Lesegerät | |
|---|---|---|
| Typische Frequenz | 134,2 kHz | 860-960 MHz |
| Unterstützte Technologie | FDX-B und/oder HDX | EPC Gen2 / ISO 18000-6C, abhängig vom Modell |
| Typischer Tag-Typ | Livestock EID-Ohrmarken | UHF-Tier-Tags |
| Lesezone | Kürzere, kontrollierte Identifikationszone | Längere und breitere Identifikationszone |
| Typische Verwendung | Wiegen, Rampen, Fütterungsstellen, kontrollierte Tore | Tore, Durchgänge und automatisierte Identifikation über größere Distanzen |
| Reader-Setup | Normalerweise um eine definierte Tierposition herum entworfen | Hängt stärker von der Antennengewinn, Tag-Orientierung und dem Design der Lesezone ab |
LF feste RFID-Reader
LF feste Reader werden häufig mit elektronischen Identifikationssystemen für Nutztiere betrieben, die bei 134,2 kHz arbeiten.
Einige Modelle unterstützen nur FDX-B, während ausgewählte Reader sowohl FDX-B als auch HDX unter ISO 11784/11785 Tieridentifikationssystemen unterstützen.
Das macht LF-Reader geeignet, wenn Tiere einen kontrollierten Punkt passieren, und das System ein bestimmtes EID-Ohrmarke zuverlässig identifizieren muss.
UHF feste RFID-Reader
UHF feste Reader arbeiten im Frequenzbereich von 860–960 MHz und werden mit kompatiblen UHF RFID-Tags verwendet.
Integrierte Modelle können den Reader und die Antenne in einem Gehäuse kombinieren, mit unterschiedlichen Antennengewinnen je nach erforderlichem Lesebereich.
UHF ist nützlich, wenn ein Projekt einen größeren Lesebereich, längeren Leseabstand oder automatische Identifikation über einen größeren Durchgang erfordert.
Wo feste RFID-Reader verwendet werden
Nutztore und Durchgänge für Tiere
Ein fester Reader kann markierte Tiere identifizieren, während sie durch einen bekannten Eintritts- oder Ausgangspunkt weiterziehen.
Die Lesezone kann um den Durchgang positioniert werden, sodass die Tier-ID ohne manuelles Scannen erfasst wird.
Rampen und Handling-Bereiche
Tier-Rampen bieten einen kontrollierten Ort für die RFID-Identifizierung.
Da die Position des Tieres vorhersehbarer ist, können der Lesegerät und die Antenne um einen definierten Lesebereich installiert werden.
Wiegesysteme
Festinstallierte RFID-Identifizierung kann mit Wiegegeräten für Nutztiere kombiniert werden.
Das Lesegerät erfasst die Tier-ID, während das Wiegesystem das Gewicht aufzeichnet, sodass beide Aufzeichnungen in der angeschlossenen Software oder dem Controller zugeordnet werden können.
Fütterungsstationen
Ein festes Lesegerät kann ein Tier identifizieren, wenn es einen Fütterungsplatz betritt.
Diese Art der Installation erfordert eine sorgfältige Kontrolle des Lesebereichs, damit das beabsichtigte Tier identifiziert wird und nicht ein anderes, in der Nähe befindliches, getaggtes Tier.
Sortierung und automatisierte Kontrolle
Die RFID-Identifizierung kann auch mit Toren, Controllern oder Geräten zur Tierverwaltung verbunden werden.
Sobald die Tag-ID erfasst wurde, kann das System diese Informationen als Teil eines Sortierungs-, Bewegungs- oder Verwaltungsworkflows nutzen.
Was bestimmt eine zuverlässige RFID-Lesezone?
Die Leistung des Festlesegeräts hängt vom gesamten RFID-System ab, nicht nur von den Spezifikationen des Lesegeräts.
Tag-Technologie
Das Lesegerät muss die gleiche Frequenz und das gleiche Protokoll wie das RFID-Tag unterstützen.
Für LF-Nutztier-Systeme kann dies FDX-B, HDX oder beides bedeuten. Für UHF-Systeme müssen Tag und Leser im selben UHF-Protokoll und regionalen Frequenzbereich arbeiten.
Tag-Orientierung
Die physische Position eines RFID-Ohr-Tags kann die Leseleistung beeinflussen.
Die Bewegung des Tieres kann den Winkel zwischen dem Tag und der Leserantenne ändern, sodass eine Lesezone um realistische Tierbewegungen entworfen werden sollte und nicht um einen stationären Labortest.
Position des Lesegeräts und der Antenne
Die Montagehöhe, der Winkel, der Abstand vom Tier und umliegende Strukturen beeinflussen alle den Lesebereich.
Bei integrierten UHF-Lesegeräten beeinflusst auch der Antennengewinn die Größe und Form der Lesezone.
Umgabeumgebung
Metallstrukturen, elektrische Geräte, nahegelegene RFID-Leser und das physikalische Layout eines Tierhandhabungsbereichs können die RF-Leistung beeinflussen.
Vor-Ort-Tests sind daher vor der endgültigen Installation nützlich.
Ausgangsleistung und benötigte Distanz
Höhere Ausgangsleistung oder Antennen mit höherem Gewinn können die Leseentfernung unter geeigneten Bedingungen erhöhen, aber eine größere Lesezone ist nicht immer besser.
Ziel der Identifizierung von Tieren ist es normalerweise, eine kontrollierte und wiederholbare Lesezone zu schaffen, nicht einfach die größtmögliche Distanz zu erreichen.
Daten- und Systemverbindung
Ein fester RFID-Leser funktioniert normalerweise als Teil eines größeren Identifikationssystems.
Abhängig vom Modell können die Anschlussmöglichkeiten RS232, RS485, USB, Wiegand oder SDK-Unterstützung für die Integration mit Wägegeräten, Torsteuerungen, Computern oder Verwaltungssoftware umfassen.